VTTNetz ist Vorzeige-Projekt auf IHS-Konferenz

Film zu Sozialer Innovation präsentiert

Bonn, den 27.10.2020 | Der Videobeitrag des Projektes Innovationsnetzwerk Vernetzte Technikberatung und Techniknutzung (VTTNetz) ist während der Virtuellen Innovative Hochschule-Konferenz am 22. September 2020 als Aufhänger in einer Podiumsdiskussion über gesellschaftliche Teilhabe und die Aufgabe der Hochschulen in diesem Kontext gezeigt worden. Der Ausschnitt stammt aus dem Video „Teilvorhaben VTTNetz: Auf dem Weg zu einer Sozialen Innovation“. Der Clip, in dem der Einsatz einer Dokumentenkamera zur Einhaltung des Abstandsgebotes illustriert wird, hat damit eine gesonderte Position in der bundesweiten Veranstaltung mit mehreren Hundert Teilnehmer*innen aus dem Kreise der Innovativen Hochschulen eingenommen.

Ab Minute 17′ bis Minute 22’30“ geht es in der Runde darum, ob der Einsatz der Dokumentenkamera in der Beratung ein Beispiel für Kreativität,  (technische) Innovation oder Flexibilität sei.

Sascha Friesike, Professor für Design digitaler Künste an der Berliner Universität der Künste, sieht im Reallabor TAKSI ein Beispiel für „lebenslanges Lernen“. In einer immer komplexer werdenden Welt komme den Hochschulen die Aufgabe zu, die Menschen zu begleiten, so Friesike: „Da drunter liegt dieses Thema, dass wir eine Sehnsucht danach haben, dass jemand uns in einer immer komplexer werdenden Welt zeigt, wie das vernünftig läuft.“ In das Wissenschaftssystem habe man zudem das Vertrauen, dass objektiv beraten werde.

Magnus Milde, Leiter des Referats 416 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), spannte den Bogen noch weiter und bescheinigte dem Projekt anhand des aktuellen Beispiels der Corona-Warn-App, dass es durch die Beratung zu Smartphone und digitalen Anwendungen die gesellschaftliche Teilhabe sichere. Denn wenn einzelne Menschen nicht in der Lage seien, ein Smartphone zu bedienen, seien sie automatisch ausgeschlossen. „Wir brauchen auch ein Smartphone, um Homebanking zu machen. Und wenn es in diesen Zeiten nicht vertretbar ist, in die Bank zu gehen, sind das Punkte, wo ich eine Aufgabe im Sinne einer gesellschaftlichen Verantwortung sehe. Ob das eine technische Innovation ist, den Leuten das Smartphone zu erklären? Es ist eine Herausforderung für die Gesellschaft, wenn 30 bis 40 Prozent nicht auf eine Warn-App zugreifen können.“

Moderatorin Marija Bakker machte darauf aufmerksam, dass die Technik im Falle des Reallabors aus einem Zeigestock und einem Visualizer bestehe. Hier bestärkte sie Prof. Dr. Katrin Salchert, Rektorin der HTW Dresden: „Rein digital funktioniert eben auch nicht. Was wir brauchen, sind diese hybriden Varianten, wo man das Digitale mit dem Analogen verknüpft. Transfer funktioniert am besten, wenn ich der Person vis-à-vis gegenüber sitze.“

Zum Hintergrund:

Am 22. September 2020 fand die erste virtuelle IHS-Konferenz mit dem Titel „Innovation durch (digitale) Interaktion“ statt.  Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Sascha Friesike (Lehrstuhl für Design digitaler Innovationen an der Universität der Künste Berlin), Prof. Dr. Christiane Fritze (Präsidentin der Hochschule Coburg), MinR Magnus Milde (Leiter des Referats 416 – Fachhochschulen, Bundesministerium für Forschung) und Prof. Dr. Katrin Salchert (Rektorin der HTW Dresden). Moderiert wurde die Konferenz von Marija Bakker.

Hier geht es zur Webseite der Veranstaltung: https://www.innovative-hochschule.de/de/foerderinitiative/digital2020

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